Als ich selbst vor zehn Jahren, kurz vor unserer Hochzeit, meine erste Hypnose-Sitzung zum Abnehmen buchte, war ich wirklich skeptisch und war mir nicht sicher, ob das für mich funktioniert. Aber meine Schwester hatte durch Hypnose mit dem Rauchen aufgehört und daher habe ich es einfach versucht. Tja und was soll ich sagen, es hat nur so mittelgut funktioniert. 😉  Aber erst viel viel später in meiner eigenen Ausbildung habe ich verstanden, warum die Hypnose damals nicht gut funktioniert hat.

Es kamen verschiedene Faktoren zusammen. Ein Hypnotiseur, der nur eine vorgefertigte Hypnose “runter gespult” hat und falsche Erwartungen meinerseits, die er nicht richtig gestellt hat. Damals dachte ich, die Hypnose wäre ein bisschen wie “Zauberei” und sorgt dafür, dass ich einfach nicht mehr so essen möchte und die Kilos einfach so purzeln. Worum es wirklich geht, habe ich erst viel später geschnallt…

Die “harte” Wahrheit

Fakt ist, und das ist leider ganz einfache Körperchemie, man nimmt nur durch ein Kaloriendefizit ab.

Sprich: Du musst mehr Kalorien verbrennen, als Du zu Dir nimmst. So einfach 😉 und egal, wer etwas anderes behauptet, das hier ist immer die Basis!

Das klingt aber ziemlich unsexy und ein bisschen nach Arbeit, oder?
Als meine Hypnotiseurin und spätere Ausbilderin Anne das zu mir gesagt habe, war ich ziemlich gefrustet und dachte echt, das kann nicht wahr sein. Ich hatte wirklich keine Lust mehr auf Sport und Diät.

Ich habe mich dann erstmal sehr lange mit dem Thema “emotionales Essen” befasst, habe dann selbst meine ganzen Ausbildungen gemacht und erst damit kam ich der Lösung auf die Spur.

Mit Hypnose wird es nämlich deutlich einfacher, eigene Ziele zu verfolgen und mit Leichtigkeit am Ball zu bleiben!

Abnehmen mit Hypnose Vorher Nachher

Hypnose zum Abnehmen

In den Hypnosesitzungen zur Unterstützung der Abnahme machen wir uns genau diese Erkenntnisse zunutze. Dafür muss man zuerst ein bisschen verstehen, wie das  Gehirn und das Unterbewusstsein funktioniert und wo die Hypnose ansetzt (in einer Sitzung und bei den Info-Abenden erkläre ich das auch noch mal genau.):

Neuronale Verknüpfungen und unsere innere Datenautobahn

Jeder Gedanke im Gehirn erzeugt eine neuronale Verknüpfung (link zu Wikipedia) – also vereinfacht gesagt, eine “Gedankenstraße”. Je häufiger man etwas denkt, tut oder z.b. lernt, desto stärker wird diese innere Datenautobahn. Wenn wir etwas häufig denken, wird diese neuronale Verknüpfung stärker und das Gehirn merkt sich (grob gesagt), dass der Gedanke wichtig ist und verkürzt die Straße dieses Gedankens, sodass wir in Zukunft schneller drauf zu greifen können. Ab da wird ein Gedanke, etwas Gelerntes oder eine Handlung zur Gewohnheit. Wenn wir den Gedanken dann noch häufiger denken oder die Handlung richtig oft ausführen, legt das Gehirn das dann im Unterbewusstsein ab. Die meisten von uns kennen das z.b. vom Autofahren: In der Fahrschule war das Fahren noch sehr mühevoll, man musste im Kopf immer wieder die richtige Reihenfolge der einzelnen Handlungen abrufen (Gas geben, Kupplung drücken, Schalten, Blinken, Lenken) und nach einiger Zeit und mit der entsprechenden Routine ist das Autofahren ein ganz automatischer Vorgang geworden und ist im Unterbewusstsein abgelegt… manchmal so automatisch, dass man manchmal gar nicht genau weiß, wo man gerade ist… hast Du sicher auch schon mal erlebt.

Auch schlechte Gewohnheiten “brennen” sich ein

Leider funktioniert das genauso gut bei guten, wie bei schlechten Gewohnheiten. Das Gehirn macht dabei keinen Unterschied, es reagiert nur auf die Häufigkeit der Gedanken/ Handlungen. Haben wir unser Gehirn also auf ein bestimmtes Handlungsmuster “trainiert”  ist es nun sehr schwer, bewusst und kontrolliert gegen an zu steuern. DAS ist der Grund, warum viele Diäten nicht funktionieren. Es kostet viel Kraft, immer wieder bewusst den “inneren Feldweg” zu nehmen und nicht die gewohnte “Autobahn”.

96% gegen 4%

Man sagt, dass das Unterbewusstsein oder das Unbewusstsein ca. 90-96 % unserer Psyche ausmachen. Unser denkender Verstand, das von dem wir annehmen, er sei unser “ich” nimmt also nur 4-10 % ein (nach unterschiedlichen Quellen, mache sagen sogar nur 01,-1%) – genau weiß ich es nicht, aber selbst von man “nur” von 10% bewusstem Verstand ausgeht, sind da immer noch die 90% auf der anderen Seite.

Was macht das Unterbewusstsein?

Das Unterbewusstsein/ Unbewusste steuert  unsere inneren Vorgänge. (Vielleicht ein bisschen wie unsere “innere Software”). Dort werden alle unbewussten Körperfunktionen gesteuert, wie z.B. Atmen, unser Stoffwechsel, aber es sitzt dort zum Beispiel auch unsere Intuition. Gleichzeitig ist dort alles gelernte abgelegt.

Emotionales essen und die Macht des Unterbewusstseins.

Wie hängt denn jetzt alles zusammen? Im Unterbewusstsein wird also aus allem was wir gelernt haben und der Summe unserer Erfahrungen (Und da habe ich traumatisch wahrgenommene Situationen bisher noch ausgeklammert) eine Art “Lebenssoftware”  gestrickt. Und diese hat auch einen Sinn, denn sie hilft uns beim Überleben. Das kommt aus einer Zeit, (ich nenne es immer die Säbelzahntiger-Zeit 😉 ) in der es sehr wichtig war, schnell zu lernen, gute Instinkte zu haben und schnell aus einer Gefahrensituation zu kommen. Die Gefahren haben sich im Laufe der Jahrtausende verändert, aber unser Unterbewusstsein funktioniert noch wie zur Steinzeit 😉

Angelerntes Verhalten

Unser Umgang mit Essen und Bewegung ist antrainiert. Geprägt durch unsere Erziehung (“Du musst immer den Teller leer essen”) und unsre Erfahrung (“Schokolade tröstet”, “Sport ist Mord”) haben wir bestimmte Glaubenssätze, Gedanken- und Handlungsmuster, die wir unser ganzes Leben lang verfolgen. Und unser Unterbewusstsein hat diese Muster irgendwann angenommen, um unser Überleben zu sichern. (“Wenn ich aufesse, hat Mama mich lieb” -> SICHER!). Es kostet also viel Disziplin, Kraft und Energie mit den 4% gegen die 96% anzuarbeiten. Und wann immer das eigene Energielevel sinkt, wir Stress empfinden oder Kummer haben, schaffen wir es meist nicht mehr, Diszipliniert zu bleiben und unser Gehirn neu zu trainieren. Stress wirkt sich sogar noch so negativ aus, dass das Gehirn in den “Überlebensmodus” geht und erst recht an den gewohnten Handlungen und Denkmustern festklammert, schließlich ist das “Sichere” Programm, dass das Überleben jahrelang gesichert hat.

Und auch emotionales Essen ist ein antrainiertes “Überlebensprogramm”: An irgendeinem Punkt in unserer Lebensgeschichte hat das Gehirn Sicherheit durch Essen verspürt. Das kann auf ganz und gar unterschiedliche und individuelle Art entstehen. Als Trost oder Liebesersatz, weil man als Kind viel allein war, vielleicht wurde man mit Süßigkeiten belohnt. Oder man durfte nichts und hat sich als Kind geschworen, als Erwachsener ALLES zu essen, wozu man Lust hat.

Hypnose und emotionales Essen

Beim emotionalen Essen liegen die Gründe, das Warum für das selbst Sabotage-Programm meist tief verwurzelt in der Psyche. Diesen Gründen auf die Spur zu kommen ist der wichtigste Faktor, für eine erfolgreiche Änderung des Essverhaltens. Denn am Ende von allem steht ein natürliches Essverhalten. Es geht nicht nur darum, eine Diät zu machen, sondern auch ein ganz neues Essverhalten zu lernen und einen natürlichen Zugang zu mehr Bewegung im Alltag und auch Freude an Sport. Alles in die Harmonie  zu bringen, anstatt ein Leben lang an Diäten zu denken. Deswegen steht am Anfang jeder Abnehm-Hypnose ein individuelles Coaching-Gespräch, um dann die beste Hypnose für Dich zu entwerfen.

Endlich Abnehmen: Hypnose zur Gewichtsreduktion

Hypnotische Magenverkleinerung

Bei der hypnotischen Magenverkleinerung geht es natürlich erstmal darum, sich an kleinere Portion und ein gesundes Maß zu gewöhnen. Das passiert mithilfe einer sogenannten Suggestiv-Hypnose. Dabei wird dem Unterbewusstsein in der Hypnose ein neues Denkmuster vorgeschlagen. Durch die bei der Hypnose stattfindenden Frequenzveränderungen im Gehirn ist das Unterbewusstsein ganz empfänglich und setzt die Vorschläge direkt um und “speichert” sie ab. Es kann nämlich im hypnotischen Zustand grob gesagt nicht unterscheiden, ob es eine Handlung gerade wirklich erlebt oder sich diese nur Vorstellt und speichert das, was wir in der Hypnose erleben als gemachte Erfahrung ab. So, als wäre es wirklich passiert. Und genau DAS machen wir uns zunutze. Stellst Du Dir in der Hypnose also intensiv vor, dass Du in Zukunft kleinere Portionen isst und viel Spaß an Bewegung oder Sport hast, legt das Unterbewusstsein dafür quasi direkt eine “Neuronen-Autobahn” an, anstatt dass Du Dir die neuen Handlungen mühsam antrainieren musst. Und die “Autobahn” nimmt das Gehirn natürlich viel lieber als den Feldweg 😉 
Diese Hypnose unterstützt Dich also aktiv bei einer Diät und bringt schon sehr gute Erfolge.

Wenn Du jedoch nach wie vor eine genauso starke “Autobahn” für emotionales Essen hast, kann es Dir dennoch passieren, dass Du immer wieder Deine Gefühle mit Essen kompensierst und trotz guter Diät-Erfolge immer wieder “Freß-Momente” hast. Die daraus resultierenden Gefühle wie Selbstzweifel und Scham kommen dann meist noch obendrauf. Und DAS ist nämlich der Punkt, warum meine ERSTE Abnehm-Hypnose vor zehn Jahren keinen dauerhaften Erfolg brachte. Ich hatte weiterhin ungelöste Emotionen und Blockaden, die mich immer wieder essen liessen.

Frusttoleranz und eine ungesunde Art Gefühle und Emotionen zu verarbeiten

Bei Sucht-ähnlichem Verhalten, in das das emotionale Essen fällt, fehlt ein gesunder Weg, die aufkommenden Gefühle zu verarbeiten. Es wurde irgenwann von der Psyche beschlossen, dass diese oder jene Emotion so schmerzhaft ist, dass sie “Gefahr” bedeutet. Anstatt also dann über das Gefühl zu sprechen, es zu fühlen oder auszuleben, wird es im inneren eingeschlossen. Dies kann in einer traumatisch wahrgenommenen Situation passiert sein oder auch antrainiert sein (“ein Indianer kennt keinen Schmerz”, “sei schön brav”), das ist sehr individuell. Um es nicht fühlen zu müssen, findet der Körper viele spannende Wege um den Schmerz zu betäuben. Die “Klassiker” dabei sind Alkohol und Zigaretten, aber auch Arbeitssucht, exzessiver Sport, Sucht nach Fernsehen, Sucht nach Social-Media oder dem Handy und natürlich die Sucht nach dem Essen oder auch Magersucht können entstehen, wenn die Emotionen und Gefühle immer wieder verdrängt werden.

Ursachenorientierte Hypnose bei emotionalem Essen

Dort kommt nun die Ursachenorientierte oder auch analytische Hypnose ins Spiel. In dieser Hypnose gehen wir in Deine Vergangenheit und suchen nach der Ursache bzw. dem Auslöser für Dein emotionales Essen. An dieser Stelle hilft auch kein vorgefertigtes Programm oder eine Hypnose zum Download, hier wird eine erfahrene Begleitung erforderlich, die Dich sanft durch eventuell aufkommende schwierige Erinnerungen lotst und Dir hilft, Deine blockierten oder eingeschlossenen Emotionen zu lösen. Ab da ist Heilung möglich. Hier arbeite ich gemeinsam mit Deinem Unterbewusstsein an der Lösung, bis Du soweit in Frieden mit der Emotion oder dem Gefühl bist, dass es Dir rundherum gut geht. Ab da kann dann die “Autobahn emotionales Essen” gelöscht und durch eine neue überschrieben werden. (Das Beispiel mit den Autobahnen ist natürlich stark vereinfacht, aber ich denke es ist ein wirkungsvolles Bild um zu verstehen, wogegen man eigentlich versucht anzukämpfen).

Ein starkes Warum als Schlüssel zum Erfolg

Zu guter Letzt solltest Du Dir ganz klar sein, WARUM Du abnehmen möchtest. Denn nur wenn Du es wirklich willst und es ganz und gar für Dich machst, erzielst Du den größten Abnehmerfolg. Dieses Gefühl muss größer sein als alles andere und hilft Dir, auch Kompromisse einzugehen.

Ich hoffe, ich konnte ein paar Unklarheiten ausräumen und einige Fragen zum Unterbewusstsein und der Hypnose zum Abnehmen und zum emotionalen Essen klären.

Vorankündigung Kostenloser INFOABEND

Nächste Woche mache ich wieder einen kostenlosen Info-Abend in Form eines Webinars.
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Endlich schlank: Wie funktioniert Hypnose beim Abnehmen und bei emotionalem Essen?